emo heart

 

BLIND VOR LIEBE

 

In allerletzter Sekunde springt Pauline in den Zug, sofort schließen sich hinter ihr die Türen. „ Puh, das war knapp“, denkt sie und schleppt ihren riesigen Koffer durch den Gang. Als sie ein fast leeres Abteil entdeckt, wuchtet sie ihr Gepäck hinein und sinkt erschöpft in den Sitz. „Na, gerade noch geschafft?“, ertönt eine dunkle Stimme. Pauline schreckt hoch. Ihr schräg gegenüber sitzt ein Junge, der sie belustigt anguckt. „Ja, zum Glück! Wenn ich den Zug verpasst hätte, wäre ich echt doof gewesen!“ „Hast wohl was Wichtiges vor?“ Pauline nickt. Ja, sie hatte etwas Wichtiges vor. Morgen würde nämlich ihre Cousine heiraten! Doch sollte sie das etwa diesem Unbekannten erzählen? Und als ob er Gedanken lesen könnte, stellte er sich vor. „Ich bin übrigens Florian und wenn du auch bis nach München fährst, werden wir mindestens sechs Stunden zusammen verbringen! Er lächelte sie an- und mit diesem Lächeln fällt plötzlich alle Scheu von Pauline ab. Sie erzählte ihm alles. Über Stunden unterhalten sich die beiden ununterbrochen.

 

„Stell dir vor Florian, meine Cousine ist erst 20 und heiratet schon. Ich könnt mir das nicht vorstellen.“ „Wow! Sie ist ja gerade mal ein Jahr älter als ich, oh mein Gott, das wär nichts für mich. Obwohl ich schon gern eine Freundin hätte.“ Wie zufällig berührte Florian dabei Paulines Arm. Es ist, als würde ein Stromschlag durch ihr Körper jagen; und sie bringt nur noch ein unverständliches Gemurmel zu Stande. Sein Blick hypnotisiert sie, aus weiter Ferne nimmt sie das gleichmäßige Rattern des Zuges wahr, sonst versinkt die Welt um sie herum. Sein Mund nähert sich ihrem Gesicht, Zentimeter für Zentimeter. Und endlich berühren sich ihre Lippen. Nur ganz kurz, dann zuckt Pauline zurück. „Haben ich dich überrumpelt? Das wollt ich nicht, Pauline!“ Florian schaut sie besorgt an. „Nein, ich musste mich nur vergewissern, dass das hier kein Traum ist. So was passiert doch sonst nur im Film“, flüstert Pauline. „Liebe auf den ersten Blick gibt es auch im wirklichen Leben. Und ich glaube, ich bin das beste Beispiel dafür“, sagt Florian. Liebevoll hält er ihre Hand. „Am liebsten würde ich dich nie wieder loslassen. Diese blöde Hochzeit!“ murmelt er.

 

Von diesem Moment an vergeht die Zeit wie im Flug. Kurz vor München tauschen die beiden Telefonnummern aus. „Wann können wir uns sehen? Ich bin nur drei tage in München!“ Pauline kuschelt sich an Florian. „Hm, keine Ahnung, gerade die nächsten Tage habe ich fast keine Zeit“, sagt Florian geheimnisvoll. Doch ehe Pauline nachfragen kann, geht alles ganz schnell. Florian drückt ihr einen Kuss auf die Wange, dann werden die beiden im Gedrängel auseinander gerissen. „Hallo Pauline, endlich bist du da!“ Zwei kräftige Arme packen Pauline und drücken sie fest an sich. „Hallo Opa, schön dich zu sehen.“ „Alle warten schon auf dich. Deine Eltern helfen bei den Vorbereitungen, da haben sie mich geschickt, um dich abzuholen.“ Munter plaudert Paulines Grosvater weiter.

 

Der Tag der Hochzeit: Pauline hatte am Abend zuvor vorm Einschlafen noch eine SMS an Florian geschickt, doch er hatte nicht geantwortet. Nun sitzt sie still in der Kirchenbank und kann an nichts anderes denken als an Florian. Immer wieder gehen ihr seine Worte durch den Kopf: „Liebe auf den ersten Blick gibt es auch im wirklichen Leben. Und ich glaube, ich bin das beste Beispiel dafür…“ Warum antwortet er dann nicht? Pauline ist verzweifelt. Dass in diesem Moment die Musik zu spielen beginnt und sich alle nach dem Brautpaar, das hereinschreitet, umdrehen, kriegt sie gar nicht mit. Erst der Ellebogen ihrer Mutter holt sie in die Realität zurück. Langsam dreht sie sich um. Doch was sie sieht, nimmt ihr die Luft zum Atmen. Ihre Cousine ganz in Weiß, strahlend schön und neben ihr –FLORIAN! Pauline traut ihren Augen nicht. „Das kann nicht sein, nein…“ Mit einem Schlag wird ihr alles klar. Florian wird ihre Cousine heiraten, deshalb hatte er keine Zeit, deshalb konnte er sich  nicht bei ihr melden! Sie spürt wie ihr übel wird. „Ich muss hier raus.“ Voller Panik läuft sie aus der Kirche, Tränen rinnen über ihre Wangen. Erst als sie draußen ist, bekommt sie wieder Luft. Weinen lehnt sie sich an einen Baum, sie weis nicht, was sie tun soll. Immer wieder erinnert sie sich an Florians zärtlichen Kuss, sie war sich so sicher, dass er es ernst meinte… Als die Trauung vorbei ist, lehnt Pauline noch immer am Baum und beobachtet, wie sich die Kirchentür öffnet  und das Brautpaar herauskommt. Pauline blinzelt, nun versteht sie gar nichts mehr. Neben ihrer Cousine geht ein junger Mann, den Pauline vorher noch nie gesehen hat. Plötzlich kommt Florian in großen Schritten auf sie zugerannt, „Hallo, mein Schatz! Geht es dir nicht gut, du bist ganz blass?“ „A… aber ich dachte, du bist der… der Bräutigam“, stammelte Pauline. Da lachte Florian: „Ich?! Ich bin nur der Bruder des Bräutigams und habe die Braut zum Altar geführt. Das ist so Sitte bei uns. So, und nun komm, sonst feiern die anderen ohne uns.“ Florian nimmt Paulines Hand, doch die hält ihn zurück und küsst ihn unendlich zärtlich: „Ich liebe dich, Paulien!“, flüstert Florian in ihr Ohr und jetzt lächelt auch Pauline, denn nun weis sie, dass alles gut werden wird…

 


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